Notfellchen Kitty - arme schwarze Mischlingshündin aus Spanien

Steckbrief:

Geschlecht: Hündin, kastriert

Rasse:           

Alter:              

Größe:           mittelgroß

Herkunft:   Spanien

 

 7.3.   Update : Kitty´s großer Tag!

 

Hurrah! Kitty ist nun endlich in Deutschland angekommen und hat die perrera für immer verlassen! Nachdem mir die dortige Tierärztin Sandy unumwunden gesagt hatte, dass sie normalerweise Kitty eingeschläfert hätte, da sie in ihrem erbärmlichen optischen Zustand niemals von irgendwem adoptiert worden wäre, war mir klar, dass meine Anwesenheit vor Ort in Tossa die Rettung für Kitty bedeutet, oder anders gesagt, ich war " zur richtigen Zeit am richtigen Ort" und habe die arme Kitty dann dort in der perrera entdeckt. Als nach 2 Wochen meiner täglichen Pflege und Behandlung von Kitty sich ihr Zustand erheblich und sichtbar für alle gebessert hatte, willigte Sandy sogar ein, sie zu kastrieren, betonte dabei, es " mir zu Liebe zu machen". Diese Kastration hat Kitty unglaublich gut überstanden, es war ihr eigentlich gar nichts anzumerken von dem Eingriff, bei dem ihr die Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt wurden, die zum Glück unverändert und nicht tumorös waren, was zunächst befürchtet worden war.

Die lange Fahrt im Auto bis zu mir nach Witten hat Kitty ebenfalls bestens gemeistet. Am Mittwochmorgen dann kam auch schon unsere liebe Betty aus Kamen angefahren, die sich ja seit Wochen schon als Pflegemama für Kitty angeboten hatte. Und tatsächlich stimmte zwischen den beiden sofort alles, Kitty mag Betty und umgekehrt, es war offensichtlich. Wichtig ist auch, dass Kitty Betty´s Hund Santo ( der übrigens auch aus der perrera von Tossa stammt) sofort mochte und reglerecht umgarnte. Bei einem langen gemeinsamen Spaziergang mit allen Hunden zusammen im Wald haben wir Kitty dann einfach mal mit den anderen zusammen laufen lassen, was eine Freude, Kitty rennen zu sehen! Und sie hat sich gut an das Rudel gehalten, sie muss nun noch besser lernen, auf ihren Namen zu hören. 

In Kamen bei Betty wird Kitty nun verwöhnt und bestens versorgt und ich bin Betty in diesem Fall besonders dankbar, dass sie Kitty bei sich  aufgenommen hat, trotz ihres immer noch üblen, ranzigen Hautgeruchs, der nicht für jedermann so einfach zu ertragen wäre.

DANKE Betty dafür!

 

zuständige Ansprechpartnerin: 

Renate von Heyden-Klaaßen
M 0170-2471236
email: hunde@notfelle-im-revier.org

arme Hündin Kitty aus Spanien

2.2.     Gerade hier in Spanien angekommen, finde ich in einem Eckzwinger gleich am ersten Tag meines Besuches in der perrera von Tossa eine ganz ganz arme und liebe Hündin. Sie heißt Kitty und sie ist in wirklich erbärmlichem Zustand, so wie ich es noch nie bei einem Hund gesehen habe. Nicht nur, dass sie fast haarlos ist sondern sie hat richtige massive Hautveränderungen ( "Elefantenhaut") und viele Tumore überall, drei davon bis kastaniengroß. Kitty hat jahrelang völlig vernachlässigt in einem Hinterhof gelebt, wo sie hautpsächlich von zwei Nachbarn notdürftig versorgt worden war, weil diese ihr Essen über die Mauer warfen. Ihr Besitzer war ein älterer Mann, der Alkoholiker war und irgendie völlig unzuverlässig, oft tagelang verschwunden. Nach vielen massiven Beschwerden und Anzeigen von Seiten verschiedener Nachbarn wurde dann Kitty tatsächlich von der Polizei gewaltsam dort weggeholt, sozusagen beschlagnahmt. Und DAS ist wirklich selten in Spanien, leider viel zu selten.....

Dementsprechend hat Kitty diese Hauterkrankung wohl schon einige Jahre lang, ohne jemals behandelt worden zu sein und das bei minmaler Ernährung und kompletter Vernachlässigung. Leider hat sie durch ihre Hautproblematik einen richtig üblen und widerlichen Hautgeruch,der selbst für mich kaum zu ertragen ist und ich bin wirklich nicht empfindlich. Nach jedem Spaziergang mit ihr muss ich zuhause die komplette Kleidung waschen, da der Geruch so stark ist. 

Obwohl sie nun zwar in der perrera " hinter Gittern " ist, also in einem Zwinger lebt, geht es ihr dort viel besser als vorher, denn sie hat dort immer genug zu essen und zu trinken und seit ich hier bin, kümmere ich mich jeden Tag um sie. Zweimal war ich schon mit ihr beim Tierarzt in Lloret de Mar, wir haben ihr Blut abgenommen, sie untersucht und sie hat ein Spezialshampoo ebenso wie Spezialnahrung bekommen. 

Leider weiß niemand so recht, was sie hat bwz. wo genau ihre Alopezie ( Haarausfall) herkommt. Dafür gibt es nämlich viele verschiedene Ursachen, einiges kann schon mal ausgeschlossen werden, so wie Leishmaniose und Milbenbefall. Es bleibt der Hauptverdacht auf  "Hyperöstrogenismus". Das ist eine hormonelle Erkrankung, bei der der Körper zu viele weibliche Geschlechtshormone ( Östrogene) produziert, was in schweren Fällen zu massivem Haarausfall usw. führen kann. Deshalb wurde nun Kitty am Donnerstag kastriert, auch wenn es ein erhöhtes OP- Risiko gab wegen ihres schlechten Zustandes. Zum Glück hat sie alles erstaunlich gut überstanden und freut sich jeden Tag sehr wenn ich komme, um mit ihr spazieren zu gehen. Mindestens genauso freut sie sich auf ihre tägliche Extraportion selbstgekochtes Futter, was sie mit gutem Appetit verspeist. 

Kitty ist einfach eine megaliebe und dankbare Hündin, die einen Blick zum Steineerweichen hat. Bei ihrer Ankunft war sie ganz kurz vor dem Eingeschläfertwerden und nun, nach 10 Tagen meiner Behandlung und Zuwendung geht es ihr deutlich besser. Zwei mal in der Woche muss ich sie baden und sie lässt es geduldig über sich ergehen, mag es aber gar nicht. Zum Glück gibt es in der perrera in einer Ecke tatsächlich eine richtig professionelle Hundebadewanne aus Edelstahl mit Warmwasseranschluss. Diese darf ich benutzen und einer vom perrera- Personal hilft mir sogar dabei. 

Wir bilden es uns nicht ein sondern freuen uns sehr darüber, dass ihre Haare an einigen Stellen wieder nachzuwachsen beginnen, da entsteht ein zarter Flaum, immerhin ein Anfang!  Ob sich da bald noch mehr tut, nachdem ja die Östrogen-produzierenden Eierstöcke samt Gebärmutter entfernt wurden, bleibt abzuwarten, wir hoffen so sehr !  Wunder geschehen nicht über Nacht....

Klar ist, dass Kitty unbedingt leben will, sie macht einen ruhigen aber munteren Eindruck, geht gern spazieren und es scheint ihr überhaupt nichts weh zu tun. Außerdem sind ihre Blutwerte den Umständen entsprechend gut, vor allem hat sie weder Nieren- noch Leberprobleme. 

Nun hat die liebe arme Hündin noch DOPPELT Glück in ihrem Unglück: sie wird nicht nur hier von mir zur Zeit bestmöglich versorgt, sondern sie hat schon einen Pflegeplatz zugesagt bekommen, und zwar von unserem Vereinsgründungsmitglied Betty in Kamen. Wenn also in einigen Wochen meine Rückfahrt nach Deutschland ansteht, wird Kitty mit mir nach Hause fahren, in eine bessere Zukunft voller Liebe und Zuwendung, denn unsere Betty ist eine top-erfahrene und gleichzeitig liebevolle Pflegestelle mit Haus und Garten. Sobald Kitty in Deutschland ist, wir mehr über ihre Erkrankung wissen und mit unseren Tierärzten gesprochen haben ( die Tumore müssen noch entfernt werden und eine Zahnsanierung ist ebenfalls unumgänglich), werden wir weiter über Kitty berichten. Bitte alle für die alte Hündin fest die Daumen drücken, sie hat es sowas von verdient!

Eure Renate

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